duisburg statt landschaft
nach zwanzig jahren in anderen deutschen städten bin ich 2006 zurück ins ruhrgebiet gezogen.
nicht gelsenkirchen, sondern duisburg. heimat.
duisburg war mir bis dahin weitestgehend unbekannt. ich habe begonnen, duisburg
mit zeichenblock, bleistift und ölkreiden kennenzulernen und mir zu erschliessen.
magisch angezogen hat mich dann der rhein. der rhein ist duisburgs alleinstellungsmerkmal und
ein wesentlicher grund, warum ich duisburg zu meiner heimat erklärt habe. der rhein bietet
weite und ruhige bewegung, mitten durch das stadtgebiet. mich interessieren kräne, schiffe,
silos, industriebauten, brücken etc. – zeichen menschlicher kultur.
In den stadtteilen, beeck, eine geschäftsstrasse, die autobahn kreuzt und dahinter
das gewaltige stahlwerk. nähe grunewald eine vierspurige strasse, mit strassenbahn in der mitte,
darüber die eisenbahnbrücke und über allem das betonband der autobahn. herrlich.
und auch das bietet duisburg: wunderbare einzelarchitekturen, wie die kleine industriehalle in
einem hof in der innenstadt, expressionistische backsteinarchitektur.
die darstellung: zeichnungen mit ölkreiden. schon die technik verlangt nach vereinfachung der
formen, nach reduktion der details und der farbpalette. das ergebnis ist eine einfache, farbenfrohe
bildsprache, in der zwei- und dreidimensionale darstellungen nebeneinander stehen.
sowohl in form als auch in der farbwelt löse ich mich von der objekt-welt.
so gefällt es mir besser.